
Instrumentelle Funktionsanalyse: Was wir messen, was das Auge nicht sieht
Warum „auf Kohlepapier beißen“ nicht reicht
Die klassische Kontrolle beim Zahnarzt kennen Sie: Ein Stück Farbfolie („Blaupapier“) wird zwischen die Zähne gelegt, Sie klappern kurz, und der Arzt schleift einen Punkt ab. Das ist gut für einfache Füllungen. Für die Diagnose einer komplexen Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) reicht das jedoch bei Weitem nicht aus. Wir müssen nicht nur sehen, wo die Zähne sich berühren, sondern wie sich das Gelenk im Raum bewegt.
Der Gesichtsbogen: Die Übertragung Ihrer Anatomie
Jeder Kopf ist anders. Die Position der Kiefergelenke zur Zahnreihe ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Mit einem Gesichtsbogen übertragen wir Ihre individuelle Schädelgeometrie präzise in den „Artikulator“ (ein Kausimulator im Labor). Ohne diese Übertragung würde der Zahntechniker „blind“ arbeiten und nur Standardwerte nutzen.
Axiographie: Dem Gelenk bei der Arbeit zusehen
Bei der elektronischen oder mechanischen Axiographie zeichnen wir die Bewegungsbahnen Ihrer Kiefergelenke auf. Wir messen:
- Wie weit geht der Mund auf?
- Gleitet das Gelenk harmonisch oder „springt“ es (Knacken)?
- Gibt es Abweichungen zur Seite (Deflexion)?
- Ist die Gelenkbahn steil oder flach?
Diese Daten sind entscheidend für die Herstellung einer Therapieschiene. Eine Schiene, die diese individuellen Bahnen nicht berücksichtigt, kann neue Schmerzen auslösen („iatrogene CMD“).
Präzision im Mikrometerbereich
Wir arbeiten in der CMD-Therapie nicht nach Gefühl, sondern nach messbaren Fakten. Diese instrumentelle Analyse ist der Bauplan für Ihre Heilung und ermöglicht es uns, die Ursache exakt zu lokalisieren – ob im Gelenk, an den Zähnen oder in der Muskulatur.
Vertrauen Sie auf High-Tech-Diagnostik statt Zufall. Lassen Sie Ihr Kausystem professionell vermessen. Terminvereinbarung hier.
