Schwindel und Gleichgewicht: Wenn die Welt sich dreht

Der verlorene Boden unter den Füßen

Schwindel (Vertigo) ist eines der beängstigendsten Symptome überhaupt. Betroffene trauen sich oft kaum noch aus dem Haus, aus Angst, zu stürzen oder die Orientierung zu verlieren. Wenn neurologische und internistische Untersuchungen (MRT, Herz-Kreislauf) ohne Befund bleiben, wird oft die „Psyche“ verantwortlich gemacht. Doch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und die Propriozeption (Eigenwahrnehmung) des Körpers hängen massiv vom Kiefer und der Halswirbelsäule ab.

Das Kiefergelenk als Navigationssystem

Unser Gehirn benötigt ständig Informationen, wo sich der Kopf im Raum befindet, um das Gleichgewicht zu halten. Diese Daten kommen aus drei Quellen: Den Augen, dem Gleichgewichtsorgan im Ohr und den Rezeptoren in Muskeln und Gelenken (Propriozeptoren).
Die höchste Dichte dieser Rezeptoren findet sich in den kurzen Nackenmuskeln und – Sie ahnen es – in der Kapsel des Kiefergelenks. Der Kiefer ist quasi die „Wasserwaage“ des Kopfes.

Das Informations-Chaos

Bei einer CMD oder einem Fehlbiss sendet der Kiefer permanent falsche Positionsdaten an das Gehirn (z.B. „Kopf steht schief“, obwohl er gerade ist). Gleichzeitig melden die Augen „Horizont ist gerade“. Das Gehirn kann diese widersprüchlichen Informationen nicht verarbeiten („Sensoric Mismatch“). Die Folge ist ein Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel („Wie Watte im Kopf“), da das System überlastet ist.

Der „Atlas“ als Schlüssel

Besonders die Blockade des ersten Halswirbels (Atlas), der funktionell eng mit dem Kiefer gekoppelt ist, kann die Blutzufuhr zum Gehirn und Innenohr minimal beeinträchtigen und Schwindel auslösen. Unsere Therapie zielt darauf ab, Biss und Kopfhaltung wieder zu synchronisieren, damit die „Sensoren“ wieder stimmige Daten liefern.

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